Energie: Auch vegan möglich! – Archzine.net

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Vegane was? – Was auf den ersten Blick verwunderlich klingt, gibt es tatsächlich: vegane Energie. Doch was bedeutet “vegane Energie”? Der erste Gedanke zielt in die Richtung Sonnenenergie und Photovoltaik: Für Hausbesitzer besonders interessant ist die eigene Solaranlage aufgrund der staatlichen Förderung geworden. Wer reichlich Sonne abbekommt, kann erfolgreich die eigene Photovoltaik-Anlage auf dem Hausdach betreiben – und so natürliche Energie beziehen.

Was ist vegane Energie wirklich: Schließlich werden für die Herstellung von Energie keine Tiere in Anspruch genommen, verwendet oder gar verwertet. Umweltfreundliche Energieerzeugung, also das, was man gemeinhin grüne Energie nennt, scheint doch auf den ersten Blick auch auf das Tierwohl abzuzielen. Oder nicht? Ist Ökologie denn nicht nachhaltige Güterproduktion und umweltverträgliche Landwirtschaft mit dem Augenmerk auf der Sicherung und dem Erhalt des Tierwohls? Anders gefragt: Ist grüne Energie nicht dasselbe wie vegane Energie?

Vegane Energie kann so einfach sein – Mehr Infos!

Grün ist nicht gleich Tierwohl

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Leider nein. Denn selbst die Erneuerbaren Energien, also die unter Auflagen des Umweltschutzes entwickelten Energieerzeugungstechnologien, die seit der Energiewende besondere Konjunktur haben, stehen nicht per se mit dem, was vegane Energie ist, in Übereinstimmung. Das ist enttäuschend. Wer sich also bisher dafür interessierte, woher der Strom aus der Steckdose kommt und mit grünem Strom und grüner Heizenergie der Meinung war, Wesentliches für die Umwelt getan zu haben, hat sich geirrt. Auch in Bezug auf grüne Technologien bleibt es dem Endverbraucher nicht erspart, sich die Details genauer anzusehen und über die verschiedenen Energieformen genauer zu informieren.

Konventionelle und nachhaltige Energien auf dem Prüfstand

Dass konventionelle Energieerzeugung, also Atomkraft und Kohlekraft – beides umweltzerstörerische Energieerzeugungstechnologien mit desaströsen Auswirkungen –, für vegane Energie nicht infrage kommen, versteht sich von selbst. Eine Naturzerstörung bis dahin unbekannten Ausmaßes und eine nahezu vollständige Unbewohnbarkeit der betroffenen Region haben nach dem Atomkraftunfall von Fukushima infolge des Tsunamis auch den letzten Atomkraftbefürwortern vor Augen geführt, was Atomkatastrophen in dicht besiedelten Regionen bedeuten. Letztlich hat dieser Unfall, der sich im Jahr 2011 ereignete, und die enorme und bis dahin unvorstellbare Zerstörungskraft, die er in Japan in kürzester Zeit entwickelte, auch in Deutschland in erstaunlich kurzer Frist zum Umdenken und zur Energiewende geführt. Bei näherer Betrachtung der renommierten ökologisch nachhaltigen Technologien zur Erzeugung von Strom und Heizenergie hingegen sieht die Bilanz allerdings auch weniger positiv aus, was die Zerstörungskraft angeht: Der Vogelschlag durch Greifvögel, Seevögel sowie Fledermäuse an Windenergieanlagen (WEA) wird durch die Naturschutzverbände gemessen und als eine Beeinträchtigung der jeweiligen Vogelbestände bewertet. Denn immer wieder kommt es zu tödlichen Zusammenstößen. Ähnliches gilt für die ebenfalls als klimafreundlich und umweltschonend eingeschätzte Wasserkraft, denn hier leiden die Fischbestände, für welche die Turbinen der Kraftwerke zur tödlichen Falle werden können. Die durch die Überfischung ohnehin strapazierten Fischbestände werden ein weiteres Mal reduziert, die Flora des Meeres unnötig geschwächt und vermindert.

Vegane Energie heißt, sicher die Kraft der Sonne nutzen

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Im Klimasystem existiert nur eine einzige externe Energiequelle – das ist die Sonne. Mehr und mehr wird die solare Einstrahlung auf der Erde präzise gemessen. Neue und präzise Erhebungen, genauere Datensätze in größerem Umfang verbessern die Möglichkeiten der Nutzung von Solarenergie. Denn der Ausbau der Photovoltaik ist auf der Grundlage genauerer Datenmengen über Sonneneinstrahlung, Sonnenscheindauer und weiterer globaler und bodennaher Strahlungsparameter eine nach wie vor zunehmend zukunftsträchtige Technologie. Dies macht sich auch die vegane Energie zunutze. Denn wer auf Sonnenenergie umsteigt, tut dies zum Wohl der Umwelt. Aber nicht nur. Sondern er wählt diese Option auch vor dem Hintergrund, dass Sonnenenergie die richtige Wahl ist, wenn man seine Energie aus veganer Energie beziehen will.

Warum Sonnenenergie?

Die Sonne versorgt die Erde und das Klimasystem mit riesigen Mengen an Energie. Bisher blieben diese Ressourcen weitgehend ungenutzt. Dies ist in Anbetracht der Tatsache, dass der moderne Mensch sich für vernunftbegabt hält, äußerst erstaunlich. Erst seit Kurzem stehen für die Frage nach der generellen Nutzung der Sonnenenergie bedeutend mehr Ressourcen für die wissenschaftliche Erforschung sowie die wirtschaftliche Entwicklung und Erschließung zur Verfügung. Vom Randphänomen Sonnenenergie, deren Verfechter vor wenigen Jahrzehnten noch als naive Spinner und unrealistische Marktteilnehmer belächelt wurden, ist die Solarenergie inzwischen zum zukunftsweisenden Energieversorgungssektor wie auch zum Konjunkturmotor und Arbeitsplatzgaranten geworden. Nicht nur zählt sie zu den günstigsten Energiequellen erneuerbarer Energie. Sie ist auch durch eine staatliche Förderung deutlich attraktiver geworden, als noch vor einigen Jahren.

Photovoltaik

Photovoltaik

Doch nicht jeder Häuslebesitzer ist Veganer und wer “nur” einfach vegane Energie beziehen möchte, ohne sich eine teure Solaranlage anschaffen zu müssen, kann seinen Beitrag leisten. Photovoltaik-Anlagen gelten als ressourcenschonend, nachhaltig und klimaneutral. Bei der Nutzung von Photovoltaik kommen weder Tiere zu Tode noch müssen Tiere dazu in Massentierhaltungen leiden. Weder gefährdet Photovoltaik das Leben von Tieren noch schränkt sie den Lebensraum der Tiere ein, denn die Energiegewinnung durch Solarenergie hat darauf keinen Einfluss. Strom aus Photovoltaikanlagen kann also als zu hundert Prozent vegan bezeichnet werden. Photovoltaik ist vegane Energie pur!

Konventionelle Heizenergie? Nein danke!

Die Gewinnung von Heizungsenergie ist wegen der Endlichkeit der fossilen Brennstoffe ein wichtiger Bereich in der Entwicklung neuer Technologien. Der Erdgasgewinnung mit konventionellen Erschließungsmethoden ist zwar eine noch längere Dauer prognostiziert als dem Erdöl, gleichwohl sind die globalen Erdgasbestände endlich. Erdgaslieferanten verkaufen das in Ländern wie Russland, Norwegen, Dänemark oder Großbritannien geförderte Erdgas, weil es über Hunderte von Kilometern in Pipelines über die Kontinente transportiert wird. Die Erschließung dieser Versorgungswege geht oftmals nicht unter der Einhaltung ökologischer Maßstäbe vonstatten, schon gar nicht in Ländern, welche nur geringe oder gar keine ökologischen Standards kennen. Umweltschäden und der Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid sind Kollateralschäden der Erdgasförderung. Die Bedarfe des Umwelt-, Natur- und Tierschutzes gehen dabei oft unter. Unter anderem deswegen, weil weder die Umwelt, die Natur noch die Tierwelt eine Stimme haben.

Fracking ade!

Fracking wurde als Alternative zur Erdölgewinnung angesehen und diente vor allem dazu, die Erdölförderung politisch und wirtschaftlich unabhängiger zu machen. Dabei wurden die Risiken des Frackings unterschätzt. Nicht nur werden die Gefahren, die durch die Aufspaltung tiefliegender Gesteinsschichten entstehen, übersehen. Es werden dabei giftige Chemikalien in den Untergrund geleitet, die das Grundwasser verseuchen können. Dies schädigt die Umwelt, beeinträchtigt Flora und Fauna und führt zum Aussterben heimischer Tierarten. Schlimmer noch: Fracking steht im Verdacht, Ursache für die auffällige Häufung von Krebserkrankungen bei Menschen in Regionen zu sein, wo gefrackt wird und wo die Gefahr der Grundwasserverseuchung unterschätzt wurde.

Biogas? – Ja, aus Zuckerrübenschnitzeln

biogas

Die Technologie der Biogasherstellung wurde als nachhaltiger Ersatz für konventionelles Erdgas entwickelt. Ökologisch gesehen, ist die Verwertung von Tierabfällen verwerflich, denn Gülle und Kot setzen Massentierhaltung voraus. Denn nur dort fällt Kot und Gülle in großen Mengen an, nur dort kann der Ausgangsstoff für Biogas effizient gesammelt und abgeholt werden, wo Tiere in Massen gehalten werden. Biogas fördert so gesehen indirekt die Massentierhaltung, wenn es hilft, die Abfälle zu verwerten. Pflanzliche Abfälle hingegen stellen als einzige eine vegane Alternative dar. Zuckerrübenschnitzel für die Biogasproduktion sind eine zukunftsträchtige Energieform, nachhaltig, ökologisch, umweltfreundlich und – vegan!

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